07.10.2021
Durchsuchen Sie einmal das Web nach weiteren Markup-Sprachen. Sie werden auf einige interessante Vertreter stoßen! Legen Sie eine Liste mit fünf Sprachen an. Geben Sie jeweils vier Tags und ihre Bedeutung an. Stellen Sie dar, wie diese Tags verwendet werden.
Wireless Markup Language (WML) ist eine Auszeichnungssprache wie Hypertext Markup Language (HTML) und unterstützt u.a. Texte, Grafiken, Hyperlinks und Formulare. WML ist quasi das HTML für die Mobilkommunikation unter dem Wireless Application Protocol (WAP).
Besipiel:
<?xml version="1.0" standalone="yes"?>
<!DOCTYPE wml PUBLIC "-//WAPFORUM//DTD WML 1.1//EN" "http://www.wapforum.org/DTD/wml_1.1.xml">
<wml> <!-- Wurzelelement einer WML-Ansicht -->
<head> <!-- Enthält Metadaten, ähnlich wie bei HTML -->
<meta name="keywords" content="wml,testseite,beispiel" /> <!-- Gibt Schlüsselwörter als Metadaten an -->
<meta name="description" content="Dies ist eine Testseite." /> <!-- Gibt eine Beschreibung an -->
</head>
<!-- Grundlage einer WML-Ansicht. Ein WML-Dokument kann mehrere
Card-Tags enthalten, die ein eigenes Dokument darstellen.
Zusätzlich gibt das title-Attribut den Card-Titel an. -->
<card title="Hauptseite">
Ich bin eine WML-Seite
</card>
<card title="Unterseite">
Ich bin eine andere WML-Seite
</card>
</wml>
Markdown ist eine vereinfachte Auszeichnungssprache, die von John Gruber und Aaron Swartz entworfen und im Dezember 2004 mit Version 1.0.1 spezifiziert wurde.
Beispiel:
# Überstrift Level 1
_Kursiv_
**Fett**
- Ein Listen-Punkt
1. Nummerierter Listen-PunktDa Markdown sehr vereinfacht ist, benötigt man oft eine Markdown-Konvertierungssoftware, die den Text dann in gültiges und W3C-konformes bzw. wohlgeformtes HTML konvertiert. In unserem Beispiel würde folgendes HTML entstehen:
<h1>Überschrift Level 1</h1>
<i>Kursiv</i>
<strong>Fett</strong>
<ul>
<li>Ein Listen-Pinkt</li>
</ul>
<ol>
<li>Nummerierter Listen-Pinkt</li>
</ol>
Die TEI (kurz für Text Encoding Initiative) ist eine Initiative, die 1987 von Philologen ins Leben gerufen. Ausgerichtet ist diese Auszeichnungssprache in erster Linie auf die Arbeit von Geisteswissenschaftlern, Sozialwissenschaftlern sowie Sprachwissenschaftlern und zielt auf die Auszeichnung ganz verschiedener Textsorten, wie Dramen, Prosa oder historischen Manuskripten ab. In der aktuellen Version P5 basiert das Format auf XML und ist in einer Metasprache definiert, aus der formale Schemata wie DTD abgeleitet werden können.
Beispiel:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!-- Wurzelelement einer TEI-Datei -->
<TEI xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"
xsi:schemaLocation="http://www.tei-c.org/ns/1.0 http://www.tei-c.org/release/xml/tei/custom/schema/xsd/tei_all.xsd"
xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
<!-- Ähnlich wie das head-Tag in HTML. Ergibt eine elektronische
Titelseite für ein TEI-konformes Dokument -->
<teiHeader>
<!-- In dem fileDesc (kurz für File Description) wird eine
Datei beschrieben -->
<fileDesc>
<!-- Das titleStmt-Tag (kurz für Title Statement) enthält u. a.
den Dokumenten-Titel -->
<titleStmt>
<title>
Bibliographische Beschreibung des elektronischen Dokuments
</title>
</titleStmt>
</fileDesc>
</teiHeader>
<!-- Enthält den sichbaren Text -->
<text>
<!-- Der Hauptinhalt des Dokuments, ähnlich wie bei HTML -->
<body>
<!-- Der div-Tag (kurz für Division) unterteilt das Dokument.
Das Attribut type beschreibt die Art der Unterteilung.
"chapter" bedeutet, dass es sich um ein Kapitel handelt. -->
<div type="chapter">
<head>Kapitel 1</head>
<p>Text</p>
</div>
</body>
</text>
</TEI>
Ähnlich wie TEI ist DocBook ebenfalls ein Dokumentenformat, das in einer für SGML und XML vorliegenden Dokumenttypdefinition (DTD) festgelegt ist und sich besonders zur Erstellung von Büchern, Artikeln und Dokumentationen im technischen Umfeld (Hardware oder Software) eignet.
Beispiel:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE set SYSTEM ".\dtds\docbookx.dtd">
<!-- Wurzelelement von DocBook ist der book-tag, welcher ein Buch
repräsentiert und mit einem Identifiktor (id) ausgestattet werden kann. -->
<book id="einfaches_buch">
<!-- Der Titel des Buchs wird (wieder) im title-Tag angegeben. -->
<title>Ein sehr einfaches Buch</title>
<!-- Die Kapitel des Buches werden mit dem chapter-Tag angegeben. -->
<chapter id="einfaches_kapitel">
<!-- Der Titel des Kapitels befindet ebenfalls in einem title-Tag -->
<title>Kapitel</title>
<!-- Ähnlich wie der p-Tag in HTML gibt es hier den para-Tag als Paragraphen. -->
<para>Hallo Welt!</para>
</chapter>
</book>Das Unternehmen Recordare LLC pflegte und publizierte das von Michael Good entworfene Austauschformat seit 2004 und entwickelte und vertrieb Plug-Ins (Dolet) für die Notensatzprogramme Sibelius und Finale. MusicXML wurde komplett in einem offiziellen Standard-Format, der Extensible Markup Language (XML), realisiert und ist dadurch sehr flexibel und erweiterbar. Das ursprüngliche Design ist im Wesentlichen eine XML-Umsetzung des MuseData-Formates, ergänzt um wesentliche Konzepte des Humdrum-Formates (beides akademische Formate) und weitere Wichtigkeiten.
Beispiel:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?>
<!DOCTYPE score-partwise PUBLIC
"-//Recordare//DTD MusicXML 2.0 Partwise//EN"
"http://www.musicxml.org/dtds/partwise.dtd">
<!-- Das score-partwise-Element ist Wurzelelement für eine partielle
MusicXML-Partitur. -->
<score-partwise version="2.0">
<!-- Das part-list-Element identifiziert die verschiedenen musikalischen
Teile im Dokument. -->
<part-list>
<!-- Das score-part-Element sammelt stückübergreifende Informationen für
jedes Stück in einer Partitur. -->
<score-part id="P1">
<!-- Der Titel eines musikalischen Teils wird im part-name-Tag beschrieben. -->
<part-name>Test</part-name>
</score-part>
</part-list>
<!-- Elternelement für den Inhalt des Teils P1 -->
<part id="P1">
<!-- Das measure-Element enthält die grundlegenden musikalischen Daten wie
Noten innerhalb eines Stücks. -->
<measure number="1">
<attributes>
<!-- In der Musiknotation wird die Dauer üblicherweise in Brüchen dargestellt. -->
<divisions>1</divisions>
<!-- Zeitsignaturen werden durch das Element <beats> für den Zähler und das Element
<beat-type> für den Nenner dargestellt. -->
<time>
<beats>4</beats>
<beat-type>4</beat-type>
</time>
</attributes>
<note>
<!-- Eine Musiknote beschreibt die Tonhöhe im <pitch>-Element (hier C4) und
die Dauer in <duration> sowie <type> (hier geht die Note 4 Beats lang,
es handelt sich somit um eine Ganze) -->
<pitch>
<step>C</step>
<octave>4</octave>
</pitch>
<duration>4</duration>
<type>whole</type>
</note>
</measure>
</part>
</score-partwise>Durch das vorangegangene XML wird ein 4/4-Takt mit einer ganzen Note, C4 beschrieben:
