Übung 23

Gehen Sie zurück auf ein Streudiagramm aus der vorhergehenden Übung. Welche Gestaltgesetze könnten hier wirken?

Viele Gestaltgesetze wirken in den Diagrammen von Gapminder. Im folgenden werde ich einzelne Gesetze aufzählen und auf das Beispiel Gapminder übertragen:

Gesetz der Nähe

Was zeitlich oder räumlich einander nahe ist, wird als zusammengehörig wahrgenommen.

Bei Gapminder ist dies das ausschlaggebende Gestaltgesetz für die x- und y-Achse. Die Position im Koordinatensystem bestimmt also beispielsweise Lebenserwartung und Kindersterblichkeit eines Landes.

Gesetz der Ähnlichkeit

Ähnliche oder gleiche Dinge werden als Einheit wahrgenommen.

Bei Gapminder wurde dies durch die unterschiedliche Farbe der Länder erreicht. Eine Region hat immer dieselbe Farbe und so werden Länder mit derselben Farbe als zusammengehörig wahrgenommen. Auch die Einwohnerzahl wurde mit diesem Gesetz dargestellt. Die Größe des Punktes sagte aus, wie viele Einwohner das Land hat. Somit nimmt man Länder mit ähnlicher Einwohnerzahl ebenfalls als zusammengehörig wahr.

Gesetz der guten Fortsetzung

Dinge werden bevorzugt so wahrgenommen, dass sie durchgehende Linien, Kurven zu bilden scheinen, sich sinnvoll fortsetzen.

Dieses Gestaltgesetz tritt zum Vorschein, wenn man den Zusammenhang zwischen den Achsen betrachtet (wie bei Übung 21). Man erkennt somit einen kausalen Zusammenhang, wenn die Datenpunkte “in einer Linie” erscheinen.


Geschrieben von@Dennis Adamczyk
Matrikelnummer: 30545